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Rhyacophila(Bilder: Copyright Walter Reisinger) Sie ist eine der artenreichsten Köcherfliegengattungen, mit weltweit rund 500 beschriebenen Arten. In Europa sind zirka 80 Arten bekannt, wovon etwa 15 eine weitere Verbreitung haben.Die Rhyacophila-Larven bauen keinerlei Gehäuse oder Netze. Ihre Körperfarbe ist überwiegend grün, nur das erste Brustsegment und die Kopfkapsel sind durch Einlagerung von Chitin versteift und braun gefärbt. Sie kommen im allgemeinen nur in sauberen Gewässern vor. Lediglich R. nubila und R. dorsalis, die beiden häufigsten und verbreitesten europäischen Arten, kann man gelegentlich auch in stärker belasteten Bereichen finden. Die meist räuberischen Larven leben ausschließlich in fließenden Gewässern, wobei sie vielfach recht schnell fließende Stellen bevorzugen. Sie können nicht schwimmen und sichern sich bisweilen in der schnellen Strömung mit braun schimmernden Gespinstfäden gegen das Abtreiben. Vor der Verpuppung baut die Larve aus gröberen Steinchen ein ovales Gehäse, das meist an der Unterseite eines Steines festgesponnen ist. Die Puppe selbst liegt in einem rotbraunen Innenkokon aus seidenartigem Gespinst. Die Endphase des Schlupfes, die Befreiung von der Exuvie, erfolgt immer außerhalb des Wassers im Uferbereich. Zur Eiablage kriechen die Weibchen unter Wasser und legen ihre Eier einzeln in Ritzen zwischen Steinen oder versunkenem Holz ab. Von einigen Arten wurde die Eiablage auch auf der Wasseroberfläche angegeben. Sowohl Schlupf als auch Eiablage erfolgen in unseren Breiten großteils nachts. Die häufigste Art ist wohl R. dorsalis (Flügellänge 10-14 mm), die unter dem Namen Ronald's Sand Fly bekannt ist. Die Verbreitungsgrenze verläuft schräg durch Deutschland, Südböhmen, das nördliche Niederösterreich, Ungarn und das ehemalige Jugoslawien. Am Wasser kaum zu unterscheiden ist R. fasciata, die eher in Bächen vorkommt. An häufigen Arten können noch R. nubila (10-12 mm), R. vulgaris (11-15 mm) und die eher kleinere und dunkel gefärbte R. tristis angeführt werden. |
![]() Rhyacophila Larve |
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![]() Rhyacophila vulgaris f. (Puppe) |
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![]() Rhyacophila sp. (Puppe) |
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![]() Rhyacophila dorsalis m. |
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![]() Rhyacophila dorsalis m. |
![]() Rhyacophila fasciata f. |
![]() Rhyacophila tristis |
Mustervarianten für Rhyacophila |
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| Larve | |
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Bindefaden: Fortschieber (Schwanz): Beschwerung: Körper und Thorax: Rippung: Beinchen: Kopf: |
grasgrün Rebhuhnfederfibern Blei- oder Kupferdraht True Dub Rhyacophila green, gerippt mit Staußenfederfiber weiß, darüber Latex gelbgrün oder transparent Monofil transparent Rebhuhnferderfibern schwarz lackieren |
| Goldkopfpupa | |
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Bindefaden: Kopf: Beschwerung: Körper: Rippung: Thorax: Hechel: |
grasgrün Messingperle vergoldet Bleidraht True Dub Rhyacophila green Silberdraht Magic Dub hellbraun Hennenhechel (oder eine weiche Hahnenhechel) braun |
| Poly Pupa | |
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Bindefaden: Körper: Flügelscheiden: Rippung: Hechel: Kopf: Haken: |
grasgrün True Dub Rhyacophila green, darüber Polycelon grün Magic Dub hellbraun, darüber Polycelon grün Monofil transparent Hahnenhechel braun Magic Dub hellbraun "straight eye" oder "up eye" |
| CDC Delta-Wing Sedge | |
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Bindefaden: Körper: Rippung: Thorax: Flügel: Haken: |
olivgrün Diamond Dub olivbraun Metallic Tinsel kupfer Magic Dub braun CDC-Federn dunkel in Split-Wing-Technik "straight eye" oder "up eye" |
![]() Goldkopfpupa, CDC Delta-Wing Sedge, Poly Pupa, dahinter Larve (von links nach rechts) |
| Alle Bilder und Texte wurden dem Buch "Entomologie für Fliegenfischer" entnommen. Unser Buch bietet genaue Bilder und Anleitung zu den einzelnen Bindeschritten, viele weitere Imitationen, Anbietetaktiken sowie Verbreitung, Lebensraum, Flugzeiten, Lebenszyklus der natürlichen Vorbilder und vieles mehr. Für nähere Informationen bzw. wenn Sie unser Buch gleich online bestellen möchten, klicken Sie bitte hier. |